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26.03.2011 Bericht Wikinger-Rallye 2011
Toller Auftakt mit jähem Ende
Wie schon berichtet, hatten wir im Vorfeld viel getestet und waren recht guter Dinge, was unser Auto angeht. Angesichts des Top-Starterfeldes mit sehr starken Fahrern aus Deutschland und Dänemark war ich mir nicht klar, was für uns möglich sein würde.
Am Start liegen die Nerven blank
Bedingt durch die extreme Anspannung im Vorfeld, kurzfristige Probleme bei der Abnahme, die sich als „Übertragungsfehler“ auf der Liste herausstellen, was aber erst mal die Nichtzulassung zum Start bedeutet hatte, Helme, die nicht auffindbar sind und unvermittelt auftretende Probleme am Video-Datenaufzeichnungs-System (Video VBOX von www.leitspeed.de) machen dem Fahrer echt zu schaffen… Unnötigerweise, wie sich schließlich zeigt.
WP1 und 2:
Mit etwas über 3 sec Rückstand auf Felix Helbold im Ford S2000 landen wir auf Platz 2 - das hat uns echt positiv überrascht. Ich hatte nicht damit gerechnet: „Ich bin wirklich nicht gut gefahren auf der WP1 – Klaus hat zwar nichts gesagt, aber das war echt nichts… Zu eckig und ohne Rhythmus .“ Auf WP 2 kommt dann ein Verbremser dazu mit anschließendem Abwürgen des Motors… Ich denke etwa 30 sec waren beim Teufel.
Im Service wechseln die Jungs prophylaktisch eine Antriebswelle vorn links, weil ich hart über eine Barke gefahren bin – An der VBOX war lediglich ein Kabel falsch gesteckt, sodass auch hier nun alles normal läuft…
WP3 und 4:
Die Parole war klar – weniger ist mehr – wir wollen nur eine gute Ausgangsposition für den 2. Tag und nicht das Auto wegwerfen. Also sind wir etwas ruhiger gefahren und ich habe mich mal zusammengenommen und nur auf das Fahren konzentriert. Ergebnis: 3. Zeit auf WP3 nur 2/10 langsamer als beim ersten Mal… Das ist doch ok.
WP4 lief perfekt – das Auto hat Spaß gemacht, die kleinen Änderungen am Fahrwerk haben sich super bemerkbar gemacht – ich hatte jetzt richtig Vertrauen in das Auto.
Ganz plötzlich dann Vibrationen und ein Zylinder scheint nicht mehr mit zu laufen – aus und Feierabend!
Wir sind noch die letzten paar hundert Meter zu Ende gerollt – was soll ich sagen?
Zwischenbilanz:
Wenn das Auto läuft, sind wir voll bei der Musik. Das steht mal fest. Nur durchhalten wäre mal schön…
Mir tut es unendlich leid für das Team – vor allem für Günther Puritz – denn er hat maßgeblich zusammen mit Martyn Spurill von Autosportif und seinem Team die Verbesserungen besprochen und angeschoben.
Es tut mir auch vor allem leid für alle diejenigen, die sich mit uns gefreut haben, als die ersten Zeiten vorlagen, die uns die Daumen gedrückt haben und uns heute – am Samstag – anfeuern wollten.
Wir sind alle extrem frustriert – das könnt Ihr alle glauben.
Ausblick:Wir suchen den Fehler – aktuell ist das Motorsteuergerät (ECU) – mal schwerpunktmäßig unter Kontrolle. Aber der Motor ist natürlich erst mal kaputt und wir müssen auch hier die Diagnose abwarten.
Sobald wir genaueres wissen, werden wir weiter sehen…
Allgemeines:Die Wikinger-Rallye 2011 war eine super Veranstaltung – soweit ich das sagen kann. Die Strecken sind echt sensationell und ich hoffe, dass ich sie irgendwann vielleicht ja mal selber fahren kann und nicht nur besichtige... …Eine wirklich tolle Rallye, die mit Recht ein DRM-Lauf ist!
Ich bin beeindruckt vom Starterfeld, sowohl quantitativ, als auch qualitativ und hätte mich natürlich gern bis zum Ende mit Felix und den andern gemessen.
Vielleicht klappt das ja irgendwann mal.
Gruß
Jan Becker – Team Beckermotorsport
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